Gernika/Guernica (Promotionsprojekt)

Konkurrierende Deutungen eines kosmopolitischen Erinnerungsortes in der spanischsprachigen Literatur


Allgemeine Angaben

Projektbeginn
Donnerstag, 01. April 2010
Projektende
Dienstag, 28. Oktober 2014
Status
abgeschlossen
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Stadt der Hochschule
Marburg
Weiterführender Link
http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/dfgk/tme/mitglieder/dissertationsprojekt/view?set_language=de
Thematik nach Sprachen
Spanisch
Disziplin(en)
Medien-/Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft
Schlagwörter
spanischer bürgerkrieg, gernika, guernica, erinnerungsort, Identität, Erinnerung

Aktiv beteiligte Person(en)

(z.B. Kooperation, Mitarbeiter, Fellows)

Benjamin Inal


Exposé

In the center of the investigation is the reciprocal relation between memory, identity and literature. It is based on the assumption that literary texts constitute a specific form of cultural expression, that, as such, performatively create and not only represent collective memories and identities. In this context two questinos are central: 1. Which characteristics mark literary texts as a singular medium concerning memory and identity? 2. In which socio-political context has the literarily reconstructed past to be interpreted? This second question implies the inclusion of sociological theories that try to define the postmodern dialectics of particularism and universalism with terms like ,Glocalisation‘ (Robertson) or ,Network society‘ (Castells).

In this context the literary representation (or reconstruction) of Gernika, a highly symbolic site of memory which is paradigmatic for cosmopolitan memory (Beck; Levy / Sznaider) will be analized. The former basque semantics of this site of memory has been transcended especially by Picasso’s Guernica and has become a universal synonym for the condemnation of war and violence. Studying the site of memory Gernika the memory of the Civil War before and after Franco’s death in 1975 as well as the basque problem, el problema vasco, will also be focused.

(Quelle: http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/dfgk/tme/mitglieder/benjamin-inal )

Im Zentrum des Vorhabens steht die wechselseitige Beziehung zwischen Erinnerung, Identität und Literatur. Zugrunde liegt die Annahme, dass literarische Texte eine spezifische kulturelle Ausdrucksform darstellen, die kollektive Erinnerungen und Idenitäten nicht nur repräsentieren, sondern performativ hervorbringen. Hierbei sind insbesondere zwei Fragen von Interesse: 1. Welche Eigenschaften konstituieren Literatur als eigenständiges Medium im Kontext von Erinnerung und Identität? 2. Innerhalb welcher soziopolitischen Rahmen lassen sich die literarisch rekonstruierten Erinnerungsversionen deuten? Letztere Frage impliziert den Einbezug soziologischer Theorien, welche die postmoderne Dialektik von Universalismus und Partikularismus mit Begriffen wie ‘Glokalisierung’ (Robertson) oder ‘Netzwerkgesellschaft’ (Castells) zu erfassen versuchen.

Vor diesem Hintergrund soll die literarische Inszenierung des symbolträchtigen Erinnerungsortes Gernika, der paradigmatisch für ‘kosmopolitisches Erinnern’ (Beck; Levy/Sznaider) steht, untersucht werden. Der Erinnerungsort wurde in seiner vormals partikular-baskischen Semantik transzendiert und v.a. durch Picassos Wandgemälde Guernica zu einem universellen Synonym der Anklage gegen Krieg und Gewalt. In Auseinandersetzung mit der Dialektik dieses Erinnerungsortes wird außerdem die Bürgerkriegserinnerung im franquistischen sowie demokratischen Spanien als auch der Aspekt des baskischen Problems, el problema vasco, nachgezeichnet bzw. thematisiert.

(Quelle: http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/dfgk/tme/mitglieder/dissertationsprojekt/view?set_language=de )


Anmerkungen

DFG-Graduiertenkolleg “Transnationale Medienereignisse”

Ersteller des Eintrags
Benjamin Inal
Erstellungsdatum
Donnerstag, 21. Oktober 2010, 17:45 Uhr
Letzte Änderung
Donnerstag, 08. Januar 2015, 08:31 Uhr