Kommentierte deutsche Übersetzung der Grammatik Priscians (allg. Publikationsprojekt)


Allgemeine Angaben

Projektbeginn
Sonntag, 01. Juli 2007
Projektende
Sonntag, 30. Juni 2013
Status
abgeschlossen
Thematik nach Sprachen
Latein, Sprachübergreifend
Disziplin(en)
Sprachwissenschaft

Aktiv beteiligte Person(en)

(z.B. Kooperation, Mitarbeiter, Fellows)

Axel Schönberger


Exposé

Ziel dieses Projektes ist es, die monumentale spätantike Lateingrammatik Priscians für Studenten der Romanischen Philologie mit nur geringen Lateinkenntnissen zugänglich zu machen. Priscians “Ars grammatica”, die heute meist unter dem Titel “Institutiones Grammaticae” zitiert wird, war über viele Jahrhunderte das wichtigste Lehrwerk des Lateinischen für die Oberstufe (für den Elementar- und fortgeschrittenen Anfängerunterricht griff man dagegen auf den zweigeteilten Lehrgang des Aelius Donatus zurück, dessen beide Bände bereits in für Studenten der Romanischen Philologie aufbereiteter kommentierter deutscher Übersetzung vorliegen) und hat die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Lateinischen ebenso wie die entstehende Grammatikographie romanischer, germanischer, keltischer und slavischer Sprachen entscheidend geprägt. Methodisch knüpft sie vor allem an den griechischen Grammatiker Apollonios Dyskolos, in Teilen auch an dessen Sohn Herodianos sowie an einige lateinische Artigraphen, insbesondere Caper, an. Das Werk wurde noch nie ins Deutsche übersetzt, da frühere Generationen, die grundständiges Latein und Altgriechisch noch auf dem Gymnasium lernten, es ohne weiteres im Original lesen und verstehen konnten. Es ist nicht nur für die Romanische Philologie, sondern auch für die Latinistik, die Geschichte der Sprachwissenschaft, die Germanistik, Anglistik, Slavistik und andere Disziplinen von großem Wert. Beschrieben wird nicht etwa das Lateinische zur Zeit Priscians (5./6. Jahrhundert nach Christus), sondern die Literatursprache etwa von der Mitte des dritten vorchristlichen Jahrhunderts bis zum Beginn des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts, wobei die nach antiker Auffassung beiden Hauptvertreter des “klassischen” Lateins, Vergil und Terenz, neben einer Vielzahl anderer Autoren zu Belegzwecken herangezogen werden. Als Textgrundlage dient die Ausgabe von Martin Hertz (2. und 3. Band der “Grammatici Latini”). Belegstellen werden ebenso wie altgriechische Wörter, Syntagmen oder Sätze gleichfalls ins Deutsche übersetzt.

Bereits erschienen:
Bücher 12-13 “Über das Pronomen” (2009).
Buch 14 “Über die Präposition” (2008).

Axel Schönberger


Anmerkungen

keine

Ersteller des Eintrags
Axel Schönberger
Erstellungsdatum
Montag, 04. Januar 2010, 11:35 Uhr
Letzte Änderung
Sonntag, 10. Januar 2010, 13:44 Uhr