Mikro-Entwicklung individueller Mehrsprachigkeit in Interaktion (MIMI) (Habilitationsprojekt)


Allgemeine Angaben

Projektbeginn
Samstag, 01. Oktober 2011
Status
laufend
Hochschule
Universität Innsbruck
Stadt der Hochschule
Innsbruck
Thematik nach Sprachen
Sprachübergreifend, Französisch
Disziplin(en)
Fachdidaktik, Sprachpraxis, Sprachwissenschaft
Schlagwörter
Angewandte Linguistik, Spracherwerb, Interaktionsforschung

Aktiv beteiligte Person(en)

(z.B. Kooperation, Mitarbeiter, Fellows)

Carmen Konzett


Exposé

In diesem Projekt geht es darum, die Entwicklung der Interaktionskompetenz von mehrsprachigen SprecherInnen zu erforschen. Dazu werden Aufnahmen von Gesprächen unter SchülerInnen im Kontext des schulischen Sprachunterrichts gemacht, detailliert transkribiert und nach den Prinzipien der Konversationsanalyse beschrieben und interpretiert werden.
In einem ersten Schritt konzentriert sich das Projekt auf Französisch als Drittsprache, soll aber in weiterer Folge auch auf andere romanische Sprachen und Englisch ausgedehnt werden.
Der theoretische Hintergrund des Projekts ist ein Verständnis von Mehrsprachigkeit als dynamisches, komplexes System, das sich nonlinear entwickelt und von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst wird. Auf der Basis einer detaillierten Sequenzanalyse der Interaktionen von SchülerInnen, die über einen längeren Zeitraum in ihrem schulischen Erwerbsverlauf begleitet werden, soll dieses dynamische komplexe System nachgezeichnet und in seiner Entwicklung beschrieben werden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Analyse von Lernprozessen, die in der sozialen Interaktion ablaufen und die als Ausdruck des sich verändernden mehrsprachigen Systems begriffen werden. Aus Spracherwerbssicht interessiert in den Daten konkret vor allem die Entwicklung der Gesprächs- oder Diskurskompetenz dieser mehrsprachigen Lerner. Das im Projekt entstehende longitudinale Datenkorpus mündlicher Interaktion könnte aber auch für verschiedenste andere Fragestellungen nützlich sein und so der scientific community auch längerfristig dienen. Aus der Perspektive der Angewandten Linguistik ergibt sich außerdem mit diesem Forschungsprojekt auch ein konkreter Nutzen als empirische Basis für eine Weiterentwicklung des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen, für dessen Beschreibung mündlicher Kompetenz noch großer Forschungsbedarf gegeben ist.


Anmerkungen

keine

Ersteller des Eintrags
Carmen Konzett
Erstellungsdatum
Sonntag, 19. August 2012, 21:40 Uhr
Letzte Änderung
Sonntag, 19. August 2012, 21:40 Uhr