Appositionen (Habilitationsprojekt)

Untersuchungen zu ihren semantisch-kognitiven und referentiellen Leistungen, aufgezeigt anhand des Italienischen (Arbeitstitel)


Allgemeine Angaben

Projektbeginn
Mittwoch, 01. September 2010
Projektende
Freitag, 31. Oktober 2014
Status
abgeschlossen
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Stadt der Hochschule
Innsbruck
Thematik nach Sprachen
Sprachübergreifend, Italienisch
Disziplin(en)
Sprachwissenschaft
Schlagwörter
Syntax, Referenz, Semantik

Aktiv beteiligte Person(en)

(z.B. Kooperation, Mitarbeiter, Fellows)

Christine Konecny


Exposé

Appositionen stellen besondere Satzkonstituenten dar, die nicht nur für eine Analyse auf syntaktischer Ebene, sondern auch und vor allem auf semantisch-kognitiver Ebene von Interesse sind. Sie sind bekanntlich für die Referenzherstellung bedeutsam. Wenn sie restriktiv sind, tragen sie zur Identifikation des Referenten bei (Humboldt il geografo; Humboldt, il famoso linguista tedesco, fratello di un illustre geografo), sind sie hingegen nicht-restriktiv, fügen sie dem durch die Bezugsgröße benannten Referenten weitere diesen charakterisierende Merkmale hinzu (il segretario comunale, un uomo magro e secco, duro d’orecchio, con dei baffi neri a punta sul viso giallo […]). Kognitiv können in beiden Fällen recht unterschiedliche Referenzmerkmale zum Tragen kommen, die von außersprachlich objektiv zutreffenden (Pietro, il padre di Luca; Bollate, piccola cittadina nella provincia di Milano) bis zu subjektiv wertenden Charakteristika (Carlo lo Zoppo, Dauferio il Baldo) reichen und damit ein breites Spektrum von Möglichkeiten abdecken können. Semantisch lässt sich die Relation zwischen dem Bezugswort und der Apposition u.a. über paradigmatische Bedeutungsrelationen herstellen. So kann etwa die Bezugsgröße durch Synonyme oder durch Hyperonyme, jeweils zusammen mit präzisierenden Attributen (quella cava, quella fossa sempre più larga e profonda; mi portarono un cucciolo, uno dei soliti cani gialli da caccia) oder auch durch Meronyme (nel letto deve dormire tutta la famiglia, il padre, la madre, e tutti i figliuoli) wieder aufgenommen und damit in seiner Referenz verdeutlicht werden.
Die Habilitationsschrift soll anhand von Beispielen aus der italienischen Literatur u.a. die verschiedenen semantisch-kognitiven Beziehungen zwischen der Bezugsgröße und der Apposition aufzeigen und die Möglichkeiten ihrer Typisierung sondieren. Das Ziel sollte in einem besseren Verständnis der verschiedenen Arten der Referenzherstellung durch Appositionen und der dadurch jeweils erzielten pragmatischen Effekte bestehen.


Anmerkungen

keine

Ersteller des Eintrags
Christine Konecny
Erstellungsdatum
Mittwoch, 26. Januar 2011, 19:32 Uhr
Letzte Änderung
Sonntag, 23. August 2015, 16:57 Uhr