Die Raumzeitlichkeit der Muße (Sammelband)


Allgemeine Angaben

Herausgeber

Thomas Klinkert Günter Figal Hans W. Hubert

Verlag
Mohr Siebeck
Stadt
Tübingen
Publikationsdatum
2016
Reihe
Otium. Studien zur Theorie und Kulturgeschichte der Muße 2
Weiterführender Link
https://www.mohr.de/buch/die-raumzeitlichkeit-der-musse-9783161546891
ISBN
978-3-16-154689-1 ( im KVK suchen )
Thematik nach Sprachen
Sprachübergreifend, Deutsch, Italienisch, Französisch
Disziplin(en)
Philosophie, Kunstgeschichte, Medien-/Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft
Schlagwörter
Chronotopos, Heterotopie, Kontemplation, ästhetische Erfahrung

Exposé

Die Beiträge des vorliegenden Bandes erkunden das Phänomen der Muße in seiner
Räumlichkeit und in seinem Verhältnis zur Zeit. Im mußetypischen Verweilen tritt das
Nacheinander der Zeit zurück, während der Raum mit seinen Ordnungen des Nebeneinander
bestimmend wird. Diese spezifische Raumzeitlichkeit wird in vier Abschnitten ausgelotet: Der
erste ist Konzepten und Theorien der Muße gewidmet, der zweite der ästhetischen Erfahrung
von Räumen der Natur und Kunst, der dritte gebauten Räumen der Muße, der vierte der
Mußeerfahrung, wie sie sich in Kommunikations- und Schreibprozessen darstellt. Die
Bandbreite der Untersuchungen reicht von der philosophischen, begriffsanalytischen Reflexion
über die phänomenologische Analyse sowie von der literaturwissenschaftlichen
Falluntersuchung hin zur kunsthistorischen Betrachtung, mit Schwerpunkten in der
Renaissance, im 18. und 19. Jahrhundert, in der Moderne und in der Gegenwart.

Inhalt

Inhaltsübersicht

Günter Figal/Hans W. Hubert/Thomas Klinkert: Einleitung

I. Konzepte und Theorien
Günter Figal/Tobias Keiling: Das raumtheoretische Dreieck. Zu Differenzierungen eines
phänomenologischen Raumbegriffs – Iris Laner: Muße, Kontemplation, Wissen. Maurice
Merleau-Ponty über die Möglichkeit ästhetischen Wissens – Hideki Mine: Die handelnde
Anschauung und die zeitlich-räumliche Struktur der Muße vom Standpunkt der selbstgewahren
Bestimmung des Nichts Nishidas

II. Ästhetische Erfahrung in Räumen der Natur und der Kunst
Thomas Klinkert: Der arkadische Chronotopos als Manifestationsform von Muße und die
Selbstreflexivität der Dichtung bei Iacopo Sannazaro – Antonia Egel: Muße im Gehen – Handke,
Stifter, Thomas Mann – Hans W. Hubert: Grot(t)eske Thesen? Gedanken über den
Zusammenhang von Muße und frühneuzeitlicher Kunstbetrachtung

III. Muße und gebaute Räume
Angelika Corbineau-Hoffmann: Die Frucht der Muße oder Montaigne im Turm. Zur Genese der
Essais als Auto®entwurf – Rainer Warning: Gefängnisheterotopien bei Stendhal – Tobias
Keiling/Thomas Jürgasch: Enzyklopädische Räume. Zur Gegenwart der Geschichte in Peter
Zumthors Kolumba-Museum – Toni Hildebrandt: Ad fontes – Zur Wassermetaphorologie der
Architektur

IV. Zwiegespräche – Gelehrte in Gesellschaft, Autoren vor dem Papier
Michael Multhammer: Ordnungen der Muße. Zur Produktion und Rezeption gelehrter Literatur
im Verlauf des 18. Jahrhunderts – Heike Gfrereis: Papierplätze. Materielle Formen der
Inspiration


Anmerkungen

keine

Ersteller des Eintrags
Thomas Klinkert
Erstellungsdatum
Mittwoch, 21. September 2016, 12:40 Uhr
Letzte Änderung
Samstag, 24. September 2016, 06:00 Uhr