Reine Sprache? Privatbriefe als Quellen des Französischen im 17. Jahrhundert (Monographie)


Allgemeine Angaben

Autor(en)

Katharina Fezer

Verlag
De Gruyter
Stadt
Berlin/Boston
Publikationsdatum
2025
Auflage
1
Reihe
Andere Ästhetik – Studien 13
Weiterführender Link
https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/9783111162591/html
ISBN
978-3-11-116106-8 ( im KVK suchen )
Thematik nach Sprachen
Französisch
Disziplin(en)
Sprachwissenschaft
Schlagwörter
Briefe, Frühe Neuzeit, historische Soziolinguistik, Privatbrief, Sprachnormierung, Sprachgeschichte, Purismus, Ego-Dokumente

Exposé

Oft wird Sprachgeschichte nur auf Basis der Zeugnisse jener Bevölkerungsgruppen geschrieben, die über politische und literarische Macht verfügen. Für das 17. Jahrhundert in Frankreich sind das die höfisch-literarischen Kreise, deren Schriften bis heute bekannt und infolgedessen leicht erschließbar sind. Da jene Kreise auch die Sprachpurismusdebatte austragen, entsprechen ihre Werke fast gänzlich der zeitgleich kodifizierten Sprachnorm.

Diese Studie berücksichtigt erstmals weitere, von anderen sozialen Gruppen produzierte und als konzeptionell mündlich einzuordnende Quellen: Sie untersucht die Sprache handschriftlicher, privater Briefe aus unterschiedlichen Archiven, die nie zuvor linguistisch erschlossen worden sind. Zusätzlich zieht sie Musterbriefe aus Briefstellern heran.

Fokussiert werden insbesondere die Merkmale, die in den sprachnormierenden Werken jener Epoche – in Grammatiken, Remarques usw. – Erwähnung finden. So wird ermittelt, inwieweit Sprachtheorie und Sprachpraxis übereinstimmen. Zudem wird der Einfluss außersprachlicher Faktoren, etwa des Bildungsgrades der Schreibenden, erörtert.

Die Studie leistet damit einen Beitrag für eine differenziertere Darstellung der sprachlichen Realität im Frankreich des 17. Jahrhunderts.

Inhalt


Anmerkungen

keine

Ersteller des Eintrags
Katharina Fezer
Erstellungsdatum
Dienstag, 14. Oktober 2025, 19:08 Uhr
Letzte Änderung
Sonntag, 19. Oktober 2025, 19:09 Uhr