Latentes Agitieren (Monographie)

Nabucco, 1816 - 1842. Zu Giuseppe Verdis früher Erfolgsoper, ihren Prätexten, ihrem Modellcharakter


Allgemeine Angaben

Autor(en)

Klaus Ley

Verlag
Winter Verlag
Stadt
Heidelberg
Publikationsdatum
2010
Reihe
Studia Romanica, Bd. 152
Weiterführender Link
https://www.inniatiff.de/inni/winter/deutsch/frame.htm
ISBN
978-3-8253-5685-9 ( im KVK suchen )
Thematik nach Sprachen
Italienisch
Disziplin(en)
Literaturwissenschaft
Schlagwörter
Tragödie, Oper, Verdi Guiseppe

Exposé

Verdis »Nabucco« erfreut sich musikalisch wie thematisch anhaltend großer Beliebtheit. Unterschiedliches ist in dieses Werk und seine Glanzlichter hineingedeutet worden. Die Textgrundlage, deren mangelnde Kohärenz als Grund solcher Offenheit behauptet wird, steht allerdings der später vom Komponisten selbst beförderten Mehrzweckverwendung entgegen. T. Solera, der Librettist, lieferte – das zeigt die Analyse des literarisch-politischen Kontexts – eine planvoll als »Parodie« konstruierte Vorlage, um sie in die aufkommende Opposition gegen Habsburg zu lancieren.

Ihre erste Bezugsgröße ist eine seinerzeit strenger Zensur unterworfene Tragödie G.B. Niccolinis, in der verschlüsselt das Scheitern Napoleons thematisiert ist. Das Sujet erlebte, unter Rückgriff auf das ältere Teatro Sacro, ideologische Korrekturen, bis schließlich Solera dem Stoff durch erneute Umakzentuierung Aktualität und spektakulären Erfolg brachte. Entscheidend war dabei die Musik, für die Verdi sein aus dem zeitgenössischen Opernschaffen gewonnenes Wissen einsetzte.

Inhalt


Anmerkungen

keine

Ersteller des Eintrags
Redaktion romanistik.de
Erstellungsdatum
Donnerstag, 10. Februar 2011, 01:12 Uhr
Letzte Änderung
Donnerstag, 10. Februar 2011, 01:12 Uhr