“Non sono le pareti rigide che fanno del luogo in cui viviamo una casa” – Erkundungen des Raums in der postkolonialen Erzählliteratur Italiens (Promotionsprojekt)


Allgemeine Angaben

Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Stadt der Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Thematik nach Sprachen
Italienisch
Disziplin(en)
Literaturwissenschaft
Schlagwörter
Kaha Mohamed Aden, Shirin Ramzanali Fazel, Antar Mohamed, Wu Ming 2, Igiaba Scego, Gabriella Ghermandi, Cristina Ubax Ali Farah, Mario Domenichelli, Garane Garane, Postkoloniale Gegenwartsliteratur Italiens

Aktiv beteiligte Person(en)

(z.B. Kooperation, Mitarbeiter, Fellows)

Maria Kirchmair

Passiv beteiligte Person(en)

(z.B. Betreuer, Berater)

Birgit Mertz-Baumgartner Sabine Schrader


Exposé

Seit dem Jahr 2000 erscheinen in Italien vermehrt literarische Texte zum Thema des italienischen Kolonialismus und Postkolonialismus, wobei nicht nur die Erzählung bislang marginalisierter Vergangenheitsversionen, sondern auch eine gegenwartsorientierte Auseinandersetzung mit Raum und Räumen, Bewegung und Identität eine zentrale Rolle spielt.
Die postkolonialen Romane fiktionalisieren transnationale Geschichten von MigrantInnen, (ehemaligen) Kolonisierten oder politischen Flüchtlingen und erzählen von den fragilen und widersprüchlichen Beziehungen zu Italien, das die gemeinsame Geschichte oftmals zu vergessen scheint, von der Suche nach Orten und einem immer auch anderswo gefühlten Selbst. In meinem Dissertationsprojekt untersuche ich anhand eines repräsentativen Textkorpus die Narrativierung dieser aus der italienischen Kolonialgeschichte hervorgegangenen Relation von Raum, Bewegung und Identität. Mittels narratologischer Analysen soll herausgearbeitet werden, wie die Erzählung der post/kolonialen Geschichte als kulturelle Praktik Raum verändert sowie Grenzen verschiebt und dadurch dominante Geschichtsbilder infrage stellt. Meine Untersuchung fokussiert darüber hinaus die narrativierte Identitätskonstruktion der Figuren, zum einen über subjektive Wahrnehmung und Semantisierung von realen wie imaginären Orten und Räumen, zum anderen über Bewegung im globalen Raum und damit zusammenhängende Transformationsprozesse von Identität. Durch Migration und die dadurch verwandelte Selbstwahrnehmung entwickeln die in den Romanen inszenierten Schwellenfiguren oder „Grenzlagen“ (Bhabha) ein Verständnis von Identität, das sich über Relationen definiert und in einem Raum der Bewegung verortet.


Anmerkungen

keine

Ersteller des Eintrags
Maria Kirchmair
Erstellungsdatum
Samstag, 11. April 2015, 18:32 Uhr
Letzte Änderung
Samstag, 22. Oktober 2016, 22:03 Uhr