ZwischenWeltenSchreiben (Monographie)

Literaturen ohne festen Wohnsitz


Allgemeine Angaben

Autor(en)

Ottmar Ette

Verlag
Kulturverlag Kadmos
Stadt
Berlin
Publikationsdatum
2005
Weiterführender Link
http://www.uni-potsdam.de/romanistik/ette/ette/publikationen/pub_mono-2005.html
ISBN
978-3-931659-82-0 ( im KVK suchen )
Thematik nach Sprachen
Sprachübergreifend
Disziplin(en)
Literaturwissenschaft
Schlagwörter
Globalisierung, transareal, Weltliteratur, Moderne, Lebenswissen, Bewegung, Räume, 21. Jahrhundert, Literatur

Exposé

Im Verlauf des vergangenen Jahrhunderts zeichnete sich eine Entwicklung ab, die in den letzten Jahrzehnten weiter an Fahrt gewann: Die Literaturen des 21. Jahrhunderts werden in hohem Maße Literaturen ohne festen Wohnsitz sein. Der zweite Band von “ÜberLebenswissen” präsentiert — jenseits des in die Sackgasse geratenen Gegensatzes von Nationalliteratur und Weltliteratur — die Vorgeschichte, Vielfalt und Faszinationskraft dieser weitgehend übersehenen Entwicklung.
Ausgehend von Odysseus’ Heimkehr in die Fremde und ihrer Dialektik der Heimatlosigkeit wird die fraktale Geometrie der Literaturen ohne festen Wohnsitz inspiziert: von der Shoah-Literatur bis zum Reisen im Käfig der Meridiane, vom ZwischenWeltenSchreiben des Übersetzens bis zu transarealen Bewegungsmustern, vom Schreiben jenseits der Muttersprache in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur bis zu den vielsprachigen Inselwelten der Karibik, vom Grenzland der Wörter-Schmuggler bis zu den arabamerikanischen Literaturbeziehungen, von den AutorInnen der Revolution bis zu jenen einer Migration im Zeichen der vierten Phase beschleunigter Globalisierung. Welches Lebenswissen, welches Überlebenswissen halten die Literaturen ohne festen Wohnsitz bereit? Welche Chancen, welche Herausforderungen bietet das ZwischenWeltenSchreiben für eine sich herausbildende Archipel-Wissenschaft?

Inhalt

  • Transit
    Mobile ZwischenWelten: Für eine transareale (Literatur-)Wissenschaft
  • Eins. Figurationen
    Odysseus und der Engel der Geschichte: Zur vektoriellen Imagination der Shoah-Literatur im Kontext der Literaturen ohne festen Wohnsitz
  • Zwei. Simulationen
    Reisen im Käfig der Meridiane: Zum Entwurf einer fraktalen Geometrie der Reiseliteratur und der Simulation eines Schreibens ohne festen Wohnsitz.
  • Drei. Translationen
    Mit Worten des Anderen: Die literarische Übersetzung als ZwischenWeltenSchreiben.
  • Vier. Relationen
    Karibische Inselwelten: Zur fraktalen Geometrie eines insulären Literaturmodells.
  • Fünf. Inkubationen
    Eine Nationalliteratur ohne festen Wohnsitz? Fiktionen und Friktionen der kubanischen Literatur im 20. Jahrhundert.
  • Sechs. Oszillationen
    Fremdschreiben in Zwischenwelten: Zur translingualen Fortschreibung deutschsprachiger Gegenwartsliteratur.
  • Sieben. Konfrontationen
    Transareale ZwischenWelten der ArabAmericas: Chronik eines angekündigten Kampfes der Kulturen.
  • Acht. In(tro)spektionen
    Reisen ins Reich der Toten: Grenzerfahrungen einer Literatur »nach« der Migration.
  • Neun. Konfigurationen.
    Sechs Thesen zum Entwurf einer Romanistik als Archipel-Wissenschaft.

Anmerkungen

320 Seiten

Ersteller des Eintrags
Ottmar Ette
Erstellungsdatum
Donnerstag, 25. Februar 2010, 10:23 Uhr
Letzte Änderung
Donnerstag, 25. Februar 2010, 10:23 Uhr