Nanophilologie (Sammelband)

Literarische Kurz- und Kürzestformen in der Romania


Allgemeine Angaben

Herausgeber

Ottmar Ette

Verlag
Max Niemeyer Verlag
Stadt
Tübingen
Publikationsdatum
2008
Reihe
mimesis - Romanische Literaturen der Welt 47
Weiterführender Link
http://www.uni-potsdam.de/romanistik/ette/ette/publikationen/pub_hg-2008-2.html
ISBN
978-3-484-55047-6 ( im KVK suchen )
Thematik nach Sprachen
Sprachübergreifend
Disziplin(en)
Medien-/Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft
Schlagwörter
Nanophilologie, Semantik, Narration, Mikrotextualität, Philologie, Deutschland, Portugal, Frankreich, Spanien, Europa, Romania, 20. Jahrhundert, Literatur

Exposé

Literarische Kurz- und Kürzestformen, deren Geschichte so alt ist wie die abendländische Literatur, haben im Verlauf der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor allem in den romanischen Literaturen der Welt eine ungeheuer dynamische Entwicklung erfahren. Mit vielen Seitenblicken auf andere europäische wie außereuropäische Literaturen verdeutlicht dies der Band Nanophilologie anhand der Analyse zahlreicher spanisch-, französisch- und portugiesischsprachiger Beispiele. Es gilt, die gerade in Deutschland augenfällig gewordene „Verspätung“ der Erforschung dieser Phänomene zu überwinden. Die Nanophilologie als sich konstituierender Bereich einer literatur- und kulturwissenschaftlich ausgerichteten Philologie untersucht die Mikrotextualität als spezifische Verdichtungsform, anhand deren Analyse Phänomene, Verfahren und Formprägungen von Literatur modellhaft herausgearbeitet werden können. Ziel ist es, die fundamentalen narrativen und semantischen Funktionsweisen von Literatur überhaupt zu beleuchten. Mit anderen Worten: Es geht der Nanophilologie ums Ganze.

Inhalt

  • Ottmar Ette: Zur Einführung – Nanophilologie und Mikrotextualität
    El comienzo / Der Anfang (D.L.)
  • Yvette Sánchez: Nanophilologie – Fraktale Miniaturisierung
    El dinosaurio que faltaba / Der Dinosaurier, der noch fehlte (D.L.)
  • Fernando Valls: Über den spanischen microrrelato: Um einige Missverständnisse ein für alle Mal auszuräumen
    4 / 4 (E.A.)
  • David Lagmanovich: Was ist ein microrrelato – und was ist keiner?
    Otro hombre visible / Noch ein unsichtbarer Mann (D.L.)
  • Julio Prieto: Less is more: die Würze der Kürze am Río de la Plata
    El sabio / Der Weise (D.L.)
  • Esther Andradi: Fraktal: eine Poetik des Minimalen
    Mercado / Markt (E.A.)
  • Tobias Kraft: Vom Mikroskop zum Panorama und wieder zurück.
    Fabio Morábitos Kurzprosabände Caja de herramientas (1989) und También Berlín se olvida (2004)

    Pedido / Anweisung (D.L.)
  • Marcel Vejmelka: Mínimos, múltiplos, comuns. Die Ordnung der Welt bei João Gilberto Noll
    Pasajero frustrado / Frustrierter Passagier (D.L.)
  • Anja Bandau: Desaster und Utopie: Vom unerhörten Detail zum Romanfragment
    El héroe / Der Held (D.L.)
  • Andreas Gelz: Pico-publications, fragments & texticules.
    Kürzesttexte in Frankreich am Beispiel der papiers de verre von Hervé Le Tellier

    Champán / Champagner (E.A.)
  • Christiane Bohn & Reinhold Kliegl: Mikrobewegungen des Auges und Nanophilologie.
    Was uns die Blickbewegungen über die Verarbeitungsprozesse beim Lesen verraten

    Breve / Kurz (D.L.)
  • Ottmar Ette: Epistemologie der écriture courte – écriture courte der Epistemologie: Versuch einer Antwort auf die Frage ‘Was ist Nanophilologie?’

Anmerkungen

188 + VI Seiten

Ersteller des Eintrags
Ottmar Ette
Erstellungsdatum
Mittwoch, 10. März 2010, 13:13 Uhr
Letzte Änderung
Mittwoch, 10. März 2010, 13:13 Uhr