Unheimliche Codes, Kanäle und Apparaturen (Sammelband)

Zur Macht der Medien in französischsprachiger Literatur


Allgemeine Angaben

Herausgeber

Kurt HahnMatthias HausmannPD Dr. Marita Liebermann

Verlag
transcript
Stadt
Bielefeld
Publikationsdatum
2026
Auflage
1
Reihe
machina
Weiterführender Link
https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-7239-8/unheimliche-codes-kanaele-und-apparaturen/
ISBN
978-3-8376-7239-8 ( im KVK suchen )
Thematik nach Sprachen
Französisch
Disziplin(en)
Literaturwissenschaft, Medien-/Kulturwissenschaft
Schlagwörter
Medien, Macht

Exposé

Medien haben stets ein Janusgesicht, da sie gleichermaßen als Ermöglichungsstrukturen wie als Systeme der Normierung und Disziplinierung wirksam sind. Oftmals latent und geradezu unheimlich regulieren Mediendispositive Wahrnehmungen, ›formatieren‹ Subjekte und produzieren zuweilen gerade dort Entfremdung, wo sie Partizipation verheißen. Literatur perspektiviert, reflektiert und problematisiert diese ambivalente Macht der Medien immer wieder neu – und übt sie zuweilen auch selbst aus. Am Beispiel französischsprachiger Literaturen erkunden die Beiträge des Bandes auf allen Ebenen der Text- und Sinnkonstitution die mitunter abgründigen Ausdrucksformen medialer Macht und zeigen, dass diese ebenso soziale wie asoziale Effekte zeitigt.

Inhalt

Einleitung
Von unheimlichen Eskalationen und Verlusten: Einleitendes zu Medienmacht und Medienfiktionen
Kurt Hahn

Medium, Körper, Gewalt

Mediale Verschlingungen bei Diego de Landa und Jean de Léry
Stephanie Béreiziat-Lang

Floß, Arche, Untergang von Graphic Novel bis Hip-Hop. Narratives und mediales Framing der Flucht über das Wasser in der Pop- und Hyperkultur
Beatrice Schuchardt

Ästhetisierung und Kritik medialer Gewaltdarstellungen in Mathias Énards Rue des voleurs (2012)
Steffen Schneider

Information, Konnexion, Dystopie

Die trügerische Hoffnung einer Verbindung durch Medien: Micromégas und seine Nachfolger
Matthias Hausmann

»Royauté collective« : Journaux et journalistes chez Delphine de Girardin
Edmund Birch

Von verzehrenden Projektionen und Männern aus Stahl: Medienreflexionen bei Jules Verne
Kirsten von Hagen

Straßen und das Potential posttouristischer Wahrnehmung – Unheimliche Konnektivitäten in Sartres Reine Albemarle ou le dernier touriste
Marita Liebermann

Wahrnehmung, Inszenierung, Phantasma

Unheimlichkeiten des Erzählens: Charles Nodiers Histoire du Roi de Bohême et de ses sept châteaux
Ángela Calderón Villarino

Poetisches und mediales Sehen in der nachromantischen Moderne: Von Baudelaire zu Buñuel
Christian Wehr

Crise de verre: Das Fenster als Dispositiv medialer Selbstevidenzierung im französischen Symbolismus (Mallarmé, Rodenbach, Saint-Pol-Roux)
Christoph Groß

Jean-Daniel Pollet, lecteur de Maupassant : La voix dématérialisée dans Le Horla (1966)
Verena Richter

Modernität, Medialität, Mortalität

Technik des Todes: Pierre Mac Orlans unheimliche Moderne im Klima des entre-deux-guerres
Matthias Kern

»Die totale Mobilmachung«: Simenons La nuit du carrefour und die Medienregime des Kriminalromans
Hermann Doetsch

Beredte Photographien: Unheimliche Postkarten in Claude Simons Histoire
Wolfram Nitsch

Medienwandel, Intermedialität, Medienkollaps

Après le livre: Der Medienwandel als contrainte bei François Bon
Dagmar Schmelzer

Play it for real: Manipulation und Spiel in Sleuth (1972, 2007) und Tanguy Viels Cinéma
Franziska Humphreys

L’illusion d’un roman d’espionnage. Nouvelles technologies, fiction et émotions dans La Clé USB de Jean-Philippe Toussaint
Marie Fleury Wullschleger

»Rien de connectable«: Zu Form und Funktion medialer Retrofiktionen in Narrativen des Zusammenbruchs
Jan Knobloch


Anmerkungen

keine

Ersteller des Eintrags
Matthias Hausmann
Erstellungsdatum
Mittwoch, 11. Februar 2026, 15:59 Uhr
Letzte Änderung
Mittwoch, 11. Februar 2026, 15:59 Uhr