Figuren des Wissens bei Alexander von Humboldt (Monographie)

Essai, Tableau und Atlas im amerikanischen Reisewerk


Allgemeine Angaben

Autor(en)

Tobias Kraft

Verlag
De Gruyter Mouton
Stadt
Berlin, Boston
Stadt der Hochschule
Potsdam
Publikationsdatum
2014
Abgabedatum
Juli 2013
Auflage
1
Reihe
mimesis - Romanische Literaturen der Welt 59
Weiterführender Link
http://www.degruyter.com/view/product/254953?format=G
ISBN
978-3-11-035051-7 ( im KVK suchen )
Thematik nach Sprachen
Sprachübergreifend, Spanisch, Französisch
Disziplin(en)
Medien-/Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft
Schlagwörter
Kulturgeschichte Mesoamerikas, Geographie, Kartographie, Empirismus, Moderne, Aufklärung, Amerikanisches Reisewerk, Gattungsbegriffe, Neu-Spanien, Karibik, Hispano-Amerika, Europa, 19. Jahrhundert, Humboldt Alexander von

Betreuer

Vera M. Kutzinski Ottmar Ette


Exposé

Das amerikanische Reisewerk Alexander von Humboldts steht für die Entfaltung eines Wissensprojekts, das trotz seiner herausragenden Bedeutung für die Wissenschafts- und Kulturgeschichte der „Alten“ und „Neuen Welt“ in seiner konzeptionellen Organisation bis heute kaum untersucht worden ist.

Der Blick auf die Schlüsselbegriffe (Essai, Tableau, Atlas) der Voyage aux régions équinoxiales du Nouveau Continent erlaubt völlig neue Einsichten in das wissenschaftliche und poetologische Programm, das Humboldt angesichts der Ausdifferenzierung der Disziplinen und des Umbruchs politischer Ordnungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickeln wird. Im Zentrum dieses Programms steht ein Prinzip der Bewegung, das als transgenerisches Schreiben verstanden werden kann. Das mit dem amerikanischen Reisewerk verbundene epistemologische sowie politische und kulturanthropologische Projekt äußert sich darüber hinaus in der innovativen Entwicklung visueller Strategien in Text und Bild. Sie lassen sich – in Humboldts Vues des Cordillères ebenso wie in den geographischen Atlanten oder dem berühmten „Tableau physique des Andes“ – als eine multiperspektivische Bild-/Text-Strategie begreifen, Wissen neu zu ordnen und Diskursformationen zu Territorialität kritisch zu hinterfragen.

Inhalt

  1. Einleitung
  2. Überlegungen zur Form: Essai – Tableau – Atlas
  3. Tableau I: Physiognomie – Naturgemälde – Naturgenuss
  4. Tableau II: Gesamteindruck – Pasigraphie – Pflanzengeographie
  5. Atlas I: Text – Bild – Kultur. Die Vues des Cordillères et monumens des peuples indigènes de l’Amérique (1810–1813)
  6. Atlas II: Text – Karte – Politik. Der Atlas géographique et physique du royaume de la Nouvelle-Espagne (1811)
  7. Essai I: Essai politique sur le royaume de la Nouvelle-Espagne (1808–1811/1825–1827)
  8. Essai II: Essai politique sur l’île de Cuba (1826)
  9. Exkurs: «… und sich wissenschaftliche Kultur über so viele Berggehänge und Hochebenen verbreitet …» Von den Gefahren für europäische Forschungsreisende zur Verlässlichkeit wissenschaftlicher Institutionen in der Neuen Welt
  10. Schlusswort
  11. Anhang

Anmerkungen

keine

Ersteller des Eintrags
Tobias Kraft
Erstellungsdatum
Donnerstag, 02. Oktober 2014, 11:55 Uhr
Letzte Änderung
Donnerstag, 16. Oktober 2014, 16:39 Uhr