Für Studenten und Studentinnen mit einem Bachelorabschluss in den Kultur- und Geisteswissenschaften oder den Sprach- und Literaturwissenschaften bietet die Universität des Saarlandes seit dem Wintersemester 2015/16 ein interdisziplinäres und grenzüberschreitendes Masterstudium mit der Option einer anschließenden Promotionsphase an. Der Masterstudiengang führt zu einem internationalen Abschluss, die Promotion zu einem deutschen und französischen Doktortitel. Die Doktorandenausbildung mit dem Titel „Interkulturalität in Literaturen, Medien und Organisationen“ wird gemeinsam mit der Université de Lorraine in Metz und in Kooperation mit der Universität Luxemburg durchgeführt. Die Promotion wird als „PhD-Track“ von der Deutsch-Französischen-Hochschule (DFH) finanziell gefördert. Bewerber müssen gute bis sehr gute französische Sprachkenntnisse besitzen. Sie können sich – je nach gewähltem Studienzweig – bis zum 10. Juni bzw. 15. Juli bewerben.

In einer ersten Phase belegen die Programmteilnehmer in einer internationalen Gruppe zunächst einen der beiden Masterstudiengänge „Deutsch-Französische-Studien: Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation“ oder „Literatur-, Kultur- und Sprachgeschichte des deutschsprachigen Raums“. Im Zentrum des Masters „Deutsch-Französische Studien“ steht die interkulturelle Kommunikation. Das interdisziplinäre Studium vermittelt Kenntnisse und interkulturelle Kompetenzen für die transnationale Zusammenarbeit, unter anderem im Bereich der Forschung, des Medienbetriebs oder bei grenzüberschreitend arbeitenden Organisationen. Der Master „Literatur-, Kultur- und Sprachgeschichte des deutschsprachigen Raums“ ist ein grenzüberschreitendes Germanistikstudium, das sich deutscher Sprache und deutschsprachiger Literatur methodisch in kulturell unterschiedlichen Zugängen widmet. Die eigenen Studien- und Forschungsschwerpunkte können aus der ganzen Breite des Fachs Germanistik gewählt werden, was Kulturtransfer und Interkulturalität von Literatur ebenso einschließt wie die deutsche Sprache im Kontext von Mehrsprachigkeit.

Das Programm führt somit zwei Fächer zusammen, die sich beide im Kern mit Interkulturalität beschäftigen. So wird die Möglichkeit geschaffen, von Anfang an methodische Herangehensweisen aus der Romanistik und der Germanistik kennenzulernen und eigene Schwerpunkte zu setzen. „Das Programm ist eine Art Elite-Förderung für Studenten und Studentinnen, die sich im Bachelor bewährt haben und Interesse an Forschung haben“, erklärt Germanistik-Professorin Romana Weiershausen.

Beide Masterstudiengänge, die die Universität des Saarlandes (Prof. Hans-Jürgen Lüsebrink und Prof. Romana Weiershausen) gemeinsam mit den Universitäten Lothringen (Prof. Françoise Lartillot und Prof. Reiner Marcowitz) und Luxemburg (Prof. Till Dembeck) anbietet, führen zu trinationalen Abschlüssen. Das Studium eröffnet zudem durch ein integriertes Praktikum und durch Praxis-Seminare Bezüge zu den grenzüberschreitend arbeitenden kulturellen und politischen Organisationen der Großregion Saar-Lor-Lux. Diejenigen, die am Programm teilnehmen, werden intensiv in einer kleinen internationalen Gruppe betreut und erhalten Einblicke in unterschiedliche Wissenschaftskulturen. Die räumliche Nähe der Hochschulen im historisch eng verbundenen Dreiländereck Luxemburg – Deutschland – Frankreich ermöglicht das internationale Studium in der Regelstudienzeit von vier Semestern.

Nach dem erfolgreichen Masterabschluss steht den Graduierten eine anschließende Promotion im „Co-Tutelle“-Verfahren offen, bei dem sie von Hochschullehrern aus zwei Ländern betreut werden. Ihr Thema, das einen Bezug zu Interkulturalität aufweisen soll, können sie aus den Inhalten beider Masterstudiengänge wählen. Nach der abgeschlossenen Promotion wird der deutsche und französische Doktortitel vergeben.

Das Programm, welches das zweijährige Masterstudium mit einer dreijährigen Promotionsphase verknüpft, wird von der Deutsch-Französischen-Hochschule (DFH) als „PhD-Track“ gefördert. Dies bedeutet, dass die Doktoranden während ihres Auslandsaufenthaltes anderthalb Jahre lang eine finanzielle Unterstützung erhalten. Insgesamt stehen acht Plätze zur Verfügung – jeweils vier in jedem Studiengang. Sie sollen jeweils zur Hälfte an Franzosen und Deutsche vergeben werden.

Bewerbungen für den Master „Deutsch-Französische Studien“ mit PhD-Track sind bis zum 10. Juni möglich; Bewerbungsschluss für das Masterprogramm „Literatur-, Kultur- und Sprachgeschichte des deutschsprachigen Raums“ mit PhD-Track ist der 15. Juli. Hierfür muss der jeweiligen Masterbewerbung zusätzlich ein Motivationsschreiben beigefügt werden, in dem auf ein bis zwei Seiten die wissenschaftlichen Interessen dargestellt werden.

Detaillierte Infos zu den Masterstudiengängen und zur Bewerbung gibt es im Masterportal der Universität des Saarlandes: www.uni-saarland.de/master

Kontakt:

Prof. Dr. Hans-Jürgen Lüsebrink
Claudia Heß, Koordinatorin
Fachrichtung Romanistik
Tel. + 49 (0)681 302-6606 oder 302-3502
E-Mail: c.hess@mx.uni-saarland.de, luesebrink@mx.uni-saarland.de

und

Prof. Dr. Romana Weiershausen
Dr. Daniel Kazmaier, stellvertretender Studiengangsleiter
Fachrichtung Germanistik
Tel.: +49 (0)681 302-4514, -2334 oder -2234 (Sekretariat)
E-Mail: daniel.kazmaier@uni-saarland.de, romana.weiershausen@uni-saarland.de

Beitrag von: Anneke Schröder

Redaktion: Christoph Behrens