Moderation: Georg W. Bertram (Freie Universität zu Berlin)
Auf Italienisch und Deutsch mit Simultanübersetzung
Ort: Italienisches Kulturinstitut Berlin, Hildebrandstr. 2, Berlin-Tiergarten

Über die Präsentation:
Nachdem Vergil, aus bis heute ungeklärten Gründen, beschlossen hat, seine Bucolica in Arkadien anzusiedeln, hat diese unwegsame griechische Gegend ihren Namen einer literarischen Tradition verliehen, die aus Idyllen und Hirtenmädchen, verzauberten Landschaften und delikaten Liebschaften besteht, und die, auch wenn sie Meisterwerke in Poesie und Malerei hervorgebracht hat, zum Synonym eines manierierten Konventionalismus verkommen ist. Monica Ferrando bricht entschlossen mit dieser Tradition und interpretiert Vergils Arkadien als eine politische Botschaft. (…) Ferrando rekonstruiert Punkt für Punkt die unerwarteten politischen und religiösen Bedeutungen, die Arkadien und seine Bewohner in der Antike hatten.

Monica Ferrando hat Philosophie und Malerei in Turin und Berlin studiert. Ihre Werke wurden in Einzelausstellungen in Gelsenkirchen-Buer, Florenz, Mailand, Scicli, Frankfurt und Ascoli sowie in Gruppenausstellungen gezeigt, darunter die Biennale di Venezia im Jahr 2011. Zusammen mit Giorgio Agamben hat sie La ragazza indicibile. Mito e mistero di Kore (Electa, 2010) verfasst, das in verschiedene Sprachen übersetzt ist (dt.: Das unsagbare Mädchen. Mythos und Mysterium der Kore, Fischer 2012).

Georg W. Bertram ist Professor für Ästhetik und theoretische Philosophie an der Freien Universität Berlin. Ein Schwerpunkt seiner Forschung betrifft die Frage, inwiefern Kunst als eine reflexive Praxis begriffen werden kann. Zu seinen zahlreichen Publikationen zählen: Kunst. Eine philosophische Einführung, Reclam 2005 und Kunst als menschliche Praxis. Eine Ästhetik, Suhrkamp 2014, beide in verschiedene Sprachen übersetzt, darunter auch ins Italienische.

Beitrag von: Sabine Greiner

Redaktion: Christoph Behrens