Der Brasilianische Germanistenverband (ABEG) und die Universidade Federal Fluminense (UFF) organisieren vom 27. bis 30.8.2019 eine 3. Tagung zum Thema „Überquerungen, Begegnungen und Dialoge“. Hauptziel dieser Veranstaltung ist es, zentrale Themen der brasilianischen Germanistik sowie ihre aktuellen Herausforderungen und Zukunftsperspektiven zu diskutieren.

Darüber hinaus soll der Dialog zwischen der Germanistik und verschiedenen Wissensgebieten wie Geschichte, Musik, Sozialwissenschaften, Anthropologie u.a. gefördert werden. Der Schwerpunkt liegt daher auf Studien und Forschungen, die den Dialog zwischen Brasilien und dem deutschsprachigen Raum thematisieren.

Im Rahmen der 3. ABEG-Tagung leitet das Deutsche Literaturarchiv Marbach (DLA) eine Sektion, die sich auf eine Debatte von Forschungsprojekten zu Verlagsarchiven und Nachlässen von Verlegern konzentriert und die Rolle der Verlage als globale Akteure nicht nur in der Vermittlung, sondern auch in der Produktion und Verbreitung so genannter Weltliteratur diskutieren will.

Verlagsarchive verfügen über zahlreiche literarische und nicht-literarische Dokumente wie Briefwechsel zwischen Redakteuren, Lektoren, Übersetzern, Autoren, Verlegern und Literaturagenten, Gutachten und auch Manuskripten in ihren verschiedenen Phasen der Publikationsvorbereitung. Sie gelten grundsätzlich als mehrsprachige Plattformen für die Produktion und Vermittlung der Literatur, die im Dialog, in der Verhandlung und im Wissenstransfer zwischen Akteuren verschiedener literarischer Felder erfolgen.

Beispiele sind etwa die Verlagsarchive von Suhrkamp, Insel, Fischer im DLA, Gallimard in der Bibliothèque Nationale de France (BNF), Les Éditions de Minuit am Institut mémoires de l’édition contemporaine (IMEC) Paris/Caen, von Sarmiento und Claridad in der Biblioteca Nacional Mariano Moreno (Buenos Aires) und schließlich der brasilianischen Livraria José Olympio in der Fundação Casa de Rui Barbosa, die als Wissensquelle für die Weltliteratur geschätzt werden. Die Diskussion im Rahmen dieser Sektion soll sich in erster Linie auf Forschungen und Studien zu europäischen und lateinamerikanischen Verlagsarchiven konzentrieren, aber andere Vorschläge sind für die Debatte sehr willkommen.

Vorschläge für Vorträge (max. 300 Wörter) an

Douglas Pompeu
douglas.pompeu@dla-marbach.de

Dr. Lydia Schmuck
lydia.schmuck@dla-marbach.de

(Deutsches Literaturarchiv Marbach)

Beitrag von: Douglas Pompeu

Redaktion: Christoph Behrens