Auf der nun schon 5. Konferenz zum lateinamerikanischen Krimi an der Universität Paderborn geht es um eine spannende Seite des lateinamerikanischen Krimis, die bisher von der Forschung nicht beleuchtet wurde: Humor und Ironie. Diese Elemente sichern nicht nur den Unterhaltungswert der Gattung, sondern spielen eine wichtige Rolle, um gesellschaftliche Missstände, Machtstrukturen und kulturelle Vielfalt sichtbar zu machen. Die Veranstaltung zeigt, wie lateinamerikanische Autoren, Filmemacher und Comickünstler Humor und Ironie nutzen, um kritische Themen anzusprechen, Tabus zu brechen und gesellschaftlichen Wandel anzustoßen. Hierzu werden Krimierzählungen von hochkarätigen Wissenschaftlern aus sieben Ländern in medialen Formaten wie Literatur, Comic, Animationsfilmen und ‚klassischen‘ Kinofilmen in kultur-, literatur- und medientheoretischer Perspektive in der Rahmung des Krimis als Bestandteil populärer (Medien-)Kulturen in Lateinamerika betrachtet. Erst auf dieser Grundlage eröffnet sich in der Diskussion ein neuer Blick auf die aktuellen hybriden Kulturprozesse in Lateinamerika, der einerseits den globalisierten Dialog der Kulturen und andererseits lokalen und regionalen, insbesondere indigenen, Beiträgen zur Ausgestaltung aktueller postpopulärer Kulturen Rechnung trägt.

Damit trägt die Konferenz dazu bei, das Verständnis für kulturelle Vielfalt zu fördern, den Blick auf außereuropäische Realitäten zu öffnen und gesellschaftliche Diskussionen anzuregen. Der Metapher eines vermeintlich homogenen ‘globalen Süden’, wie sie vom ‘globalen Norden’ gern auch für Lateinamerika verwendet wird, setzt die Konferenz eine wichtige Differenzierung entgegen.

Wir laden herzlich zu einer noche de salsa am 3.12.2025 um 19.30 h ins Deelenhaus (Paderborn) mit der Salsa-Band „La Fuente“ der Universität Paderborn unter Leitung von Prof. Dr. Heinrich Klingmann ein.

Beitrag von: Resul Karaca

Redaktion: Robert Hesselbach