Tragödien der Männlichkeit. Die Herausbildung einer 'modernen' Geschlechter- und Gesellschaftskonzeption im Theater der französischen Klassik, 1633-1677 (Habilitationsprojekt)


Allgemeine Angaben

Projektbeginn
Dienstag, 01. April 2014
Status
laufend
Hochschule
Universität Paderborn

Aktiv beteiligte Person(en)

(z.B. Kooperation, Mitarbeiter, Fellows)

Hendrik Schlieper


Exposé

Das französische Theater, so die leitende Überlegung, avanciert im Zeitalter der französischen Klassik zu einem zentralen Ort, an dem der geschlechterpolitische Umbruch der höfischen Gesellschaft konkret verhandelt wird. Dabei geben die Protagonisten Corneilles und Racines weniger einer autoritären Integrität als vielmehr einer komplexen ‘Verunsicherung’ des geschlechtlichen Rollen­verständnisses Ausdruck, mit der Männlichkeit als Konstruktion und Variable lesbar wird. Hiermit ergibt sich zugleich eine neue Perspektive auf die vieldiskutierte ‘Modernität’ der französischen Klassik, wenn diese Infragestellung herrschender Männlichkeitskonzeptionen weniger als Krisenphänomen denn als Möglichkeit verstanden wird, einem modernen Geschlechter- und Gesellschaftsentwurf den Weg zu weisen. Im Zentrum dieser Untersuchung stehen die weltlichen Tragödien Corneilles und Racines aus dem von Le Cid (1637) und Phèdre (1677) flankierten Zeitraum, die durch die zeitgenössischen Dramen Georges de Scudérys und Thomas Corneilles ergänzt werden.


Anmerkungen

keine

Ersteller des Eintrags
Hendrik Schlieper
Erstellungsdatum
Mittwoch, 09. Juli 2014, 20:25 Uhr
Letzte Änderung
Freitag, 11. Juli 2014, 18:36 Uhr